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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG

Seit 2022 gibt es mindestens 6,84 €Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom. Das EEG wurde im März 2000 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Es schuf die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb von Solaranlagen in Deutschland und gilt als das modernste Energiegesetz weltweit. Seit 1. Januar 2022 gelten neue Bedingungen für die Stromeinspeisung. Nach dem EEG müssen Energieversorger jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom über eine Laufzeit von 20 Jahren mit einem festgeschriebenen Betrag vergüten. Die Kombinationsmöglichkeit der attraktiven neuen Solarvergütung u.a. mit dem Programm zur CO2-Minderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau, das Investoren und Eigenheimbesitzern zinsgünstige Darlehen für den Bau von Photovoltaikanlagen gewährt, macht Solartechnik jetzt auch wirtschaftlich interessant. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Eckpunkte des EEG sowie die Änderungen durch das Photovoltaik-Vorschaltgesetz.

Die Solarstromvergütung kann mit allen anderen Förderprogrammen kombiniert werden, sofern diese keine Einschränkungen vorsehen.

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Was und in welcher Höhe wird gefördert?

Sie erhalten eine Einspeisevergütung für den von Ihnen in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom. Für Strom aus Photovoltaikanlagen, die zu mehr als 25% dem Bund oder einem Land gehören, erhalten Sie keine erhöhte Vergütung. Es werden Anlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von weniger als 5 MW gefördert. Die Mindestvergütung für Strom aus förderfähigen Anlagen beträgt 6,83 Cent/kWh. Dies gilt auch für große Freiflächenanlagen soweit sie sich im Bereich eines Bebauungsplanes befinden. Wenn die Anlagen an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht sind, erhöht sich die Vergütung erheblich:

  • 2009: Für Aufdach-Anlagen bis 30 kWp erhalten Sie bei einer Inbetriebnahme im Jahr 2022 6,83 Cent je eingespeiste Kilowattstunde.
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  • 2010: Für Aufdach-Anlagen bis 30 kWp erhalten Sie bei einer Inbetriebnahme im Jahr 2010 6,63 Cent je eingespeiste Kilowattstunde.
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  • Vergütung selbst genutzter Energie:
    Für jede selbst erzeugte und direkt auch selbst genutzte Kilowattstunde wird eine Vergütung von 25 Cent gezahlt. So sparen Sie einerseits ca. 20 Cent pro Kilowattstunde Stromkosten beim Energieversorger und bekommen zusätzlich eine staatliche Förderung. Zusammenaddiert ergibt dies sogar eine reale Förderung von 45 Cent pro Kilowattstunde!

    Bespiel einer selbst genutzten Anlage mit integriertem Backup-System für 5 kWp und einer Amortisation im 9. Wirtschaftsjahr.
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Technische Voraussetzungen

Die Anlagen müssen netzgekoppelt betrieben werden. Die Anlagengröße darf 5 Megawatt nicht überschreiten. Es werden Alt- sowie Neuanlagen gefördert. Die Aufnahme- und Zahlungsverpflichtung trifft den Netzbetreiber, in der Regel also Ihr Energieversorgungsunternehmen. Der Netzbetreiber muss den gesamten angebotenen Solarstrom abnehmen und vergüten.

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Wie beantragt man Fördermittel?

Die erhöhte Einspeisevergütung zahlt Ihr netzbetreibender Energieversorger, bei dem Sie auch den Netzanschluss-Antrag stellen.